Pferd

Ob Pferd, Esel oder Maultier – wir bieten eine umfassende tierärztliche Versorgung für Ihre Tiere. Hier finden sie einige Informationen zur Prophylaxe sowie zu ausgewählten Krankheitsbildern

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Chiropraktik

Jeder chiropraktischen Behandlung geht eine innermedizinische und orthopädische Untersuchung voraus, inklusive Rückenbeurteilung.

Chiropraktik ist eine manuelle Behandlungsmethode, die bei vielen Gesundheits- und Rittigkeitsproblemen des Pferdes eingesetzt werden kann. Im Zentrum der Chiropraktik steht die gestörte Funktion der Wirbelsäule und die Auswirkungen dieser Störungen auf das Nervensystem und den Gesamtorganismus. Chiropraktik ersetzt die traditionelle Veterinärmedizin nicht, bietet jedoch bei der Behandlung der Wirbelsäule sowie bei vielen akuten und chronischen Schmerzzuständen mechanischen Ursprungs eine sinnvolle Ergänzung.


Entwurmung

Gründe für die Entwurmung des Pferdes:

Mit dem Futter, v.a. auf der Weide, nehmen Pferde eine Vielzahl von Parasiten auf. Um akute Krankheiten (Kolik) und Gesundheitsschäden (Magen-Darmschäden) zu vermeiden, müssen diese wirksam bekämpft werden.

Symptome bei Verminose (Verwurmung):

Stumpfes Fell, aufgescheuerter Schwanz, Abmagerung, Durchfall/Kotwasser, Kolik, starker Leistungsabfall.

Entwurmungsstrategien:

Abhängig vom Alter der Pferde, den Haltungsbedingungen und Hygienemassnahmen, gibt es verschiedene Entwurmungsstrategien

  • Selektive Entwurmung
  • Strategische Entwurmung
  • Entwurmung 4x/Jahr ohne vorherige Kotprobenuntersuchung

Impfungen

Influenza

Influenza tritt in der Regel im Frühling und Sommer auf. Die Vakzinierung (Impfung) im Frühling ist zeitlich optimal. Der ganze Pferdebestand sollte geimpft werden. Pferde, welche an Wettkämpfen teilnehmen müssen jährlich geimpft , international startende Pferde müssen halbjährlich geimpft sein.

Grundimmunisierung: Drei Injektionen
1. Impfung , 2. Impfung (21-60 Tage später), 3. Impfung nach weiteren 6 Monaten + 21 Tagen

danach jährlicher Booster nach maximal 365 Tagen

Tetanus

Tetanus ist eine schwerwiegende Infektionskrankheit, die durch das Exotoxin Tetanospasmin versursacht wird, das von Clostirdium tetani gebildet wird. Die Krankheit tritt häufig bei Verletzungen auf, die anaerobes Milieu bieten. Aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit gegenüber dem Tetanustoxin und der hohen Letalität (Sterblichkeitsrate) des Wundstarrkrampfes sollten alle Equiden gegen Tetanus geimpft werden. Diese Impfung bietet einen sehr guten Schutz.

Grundimmunisierung: Drei Injektionen

1. Impfung ab 6 Monaten, 2. Impfung (4-8 Wochen später), 3. Impfung nach 1 Jahr

danach alle 2 Jahre Auffrischungsimpfung

Equines Herpesvirus

Das Equine Herpesvirus (EHV) ist eine häufige virale Infektion bei Pferden, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Klinisch am relevantesten sind Infektionen mit EHV-1 und EHV-4. Am häufigsten werden respiratorische Symptome und Fieber beobachtet. EHV-1 kann jedoch auch zu Aborten, lebensschwachen Fohlen und neurologischen Symptomen führen. Zurzeit ist sowohl nach Impfung – wie nach
natürlicher Infektion – beim Einzeltier keine vollständige, langwirkende (>6 Monate) Immunität zu erwarten. Durch eine Impfung kann jedoch der Infektionsdruck in der Herde gesenkt werden (geimpfte Pferde scheiden weniger Virus aus, das Risiko von Ausbrüchen mit Komplikationen wie Aborten oder neurologischen Fällen ist niedriger). Die Impfung gegen EHV wird momentan in der Schweiz nicht flächendeckend durchgeführt. In Zuchtbetrieben und gefährdeten Betrieben (mit vielen Turnierpferden, Neuzugängen) sollte aber wenn immer möglich der gesamte Bestand durchgeimpft werden, um eine gewisse Herdenimmunität zu erreichen. (Quelle: Equinella)

Grundimmunisierung: 2 Injektionen

1. Impfung, 2. Impfung im Abstand von 4-6 Wochen

Auffrischungsimpfung alle 6 Monate

West Nile Virus

Das West Nile Virus (WNV) wird durch Mücken übertragen und infiziert vor allem Vögel, kann aber auch auf den Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergehen. Der Virus löst sowohl bei Menschen als auch beim Pferd eine fiebrige Allgemeinerkrankung aus. Bei 2/3 der Infizierten heilt diese komplikationslos aus, bei ca. 1/3 der Betroffenen kommt es jedoch auch zur Schädigung des Nervensystems und kann zum Tod führen. Da sich die Mücken aufgrund der Klimaerwärmung nun auch in Europa eingefunden haben, kommt es zunehmend zu WNV Fällen, auch in unseren Nachbarländern Frankreich, Österreich, Deutschland, Italien. In der Schweiz ist bisher keine Infektion bei einem Tier nachgewiesen worden (Quelle: Tierspital Zürich). Zur Zeit besteht in der Schweiz keine generelle Impfempfehlung. Jedoch ist eine Impfung sinnvoll, wenn Pferde in Risikogebiete verbracht werden. Die Impfung ist gut verträglich und führt zu einem guten Schutz des Einzeltieres. Da die meisten Infektion im Sommer/Herbst vorkommen, wird empfohlen die Grundimmunisierung im Frühling abgeschlossen zu haben um eine gute Immunität im Sommer zu gewährleisten. (Quelle: Equinella)

Grundimmunisierung: 2 Injektionen

1. Injektion, 2. Injektion nach 3-5 Wochen

Wiederholungsimpfung nach 1 Jahr


Belastungsmyopathien

Belastungsmyopathien sind Muskelerkrankungen, die während oder nach einer Belastung auftreten. Diesen Erkrankungen ist gemeinsam, dass sie über eine hohe Rezidivrate verfügen (wiederholt auftreten), nicht rassenspezifisch sind, jedoch mit einer familiären Häufung vorkommen.


Hufrehe

Die Krankheit ist charakterisiert durch eine Entzündung der Huflederhaut.
Bei der Hufrehe handelt es sich oft um eine multifaktorielle Erkrankung, d.h. viele verschiedene Faktoren können zu ihrer Entstehung beitragen.

Klinisch äussert sie sich durch eine verstärkte Pulsation der Digitalarterien, vermehrter Wärme der betroffenen Hufe, einem klammen Gang mit Trachtenfussung und positiver Zangenprobe. Je nach Schweregrad können auch Schweissausbrüche, Muskelzittern und erhöhte Atemfrequenz beim Tier sichtbar sein.


Kolik

Mit dem Begriff Kolik werden allgemein schmerzhafte Zustände verschiedener Ursache zusammengefasst, die sich als Bauchschmerzen äussern.

Die Symptome können je nach Schweregrad der Kolik sehr unterschiedlich und vielfältig ausfallen: Abliegen zu ungewöhnlichen Zeiten, ruhiges Stehen mit gestrecktem Hals und Kopf, Hin- und Hertrippeln, Scharren mit den Vordergliedmassen, Schlagen mit den Hintergliedmassen, wiederholtes Drehen des Kopfes zum Bauch, häufiges Abliegen und wieder Aufstehen. In schweren Fällen wälzen sich die Pferde, werfen sich rücksichtslos nieder und stellen eine ernstzunehmende Gefahr für Besitzer und Tierarzt dar.

Die Kolikdiagnostik setzt sich aus einer Vielzahl von Einzeluntersuchungen zusammen.
Abhängig von der Kolikursache, dem Schweregrad der Erkrankung, der Prognose und der Entscheidung des Besitzers kann eine konservative oder eine operative Therapie in Frage kommen.


Trächtigkeit, Geburt, neugeborenes Fohlen

Die  mittlere Trächtigkeitsdauer beträgt beim Pferd 335 +/- 10 Tage, kann aber im Allgemeinen sehr stark variieren. Normalerweise löst nur ein genügend grosses und voll entwickeltes Fohlen seine Geburt aus. Bereits ab dem 320.

Trächtigkeitstag können reife Fohlen geboren werden. Auf der anderen Seite kann eine Stute auch 360 Tage und mehr tragen, ohne dass ein zu grosses Fohlen zur Welt gebracht wird. In den allermeisten Fällen sollte deshalb auf künstliche, geburtsauslösende Massnahmen verzichtet werden, denn das Risiko, ein zu kleines, unreifes oder lebensschwaches Fohlen auf die Welt zu holen, ist sehr gross.


Botulismus

Botulismus ist eine schwere lebensbedrohliche Futtermittelvergiftung und keine ansteckende Erkrankung.
Clostridium botulinum (Typen A-G je nach Toxinbildung) sind Bakterien, welche ein Toxin (Neurotoxin) bilden. Die Sporen der Bakterien kommen überall in der Umwelt vor und sind sehr stabil. Die Toxinbildung findet in anaerober und feuchter Umgebung statt (pH >4.5). Unsachgemäss konservierte Haylage stellt eine optimale Umgebung für Clostridien-Wachstum dar. Das Risiko zur Toxinbildung ist bei unsachgemässer Herstellung/Lagerung von Grasballensilage noch höher.

Gefährlich sind auch mit Tierkadavern kontaminierte Futtermittel oder Wasser.


Wissenswertes über Esel

Der Esel ist ein Säugetier und innerhalb derselben zu den Unpaarzehern (Unpaarhufern und Unpaarhuftieren) gehörig. Diese haben heute nur noch zwei Unterordnungen:

  1. Nashornartige (Tapire, Nashörner)
  2. Pferdeartige (Equiden), (Pferde, Zebras, Esel, Maultiere, Maulesel)

Auf der Welt leben heute etwa 35 Millionen Tiere (Esel und Maultiere). Esel gelten allgemein als anspruchslos, ausgeglichen im Verhalten, wohlüberlegt, geduldig und ausdauernd; bezüglich der Haltung stellt der Esel andere aber keineswegs geringere Ansprüche an seinen Halter als Pferde und Ponys. Sie sind auf keinen Fall einfacher im Umgang und erfordern fundierte Fachkenntnisse, insbesondere zur Haltung.

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